Sie suchen eine Alternative zu Stripe, weil Ihr Konto gesperrt wurde, Ihre Gesellschaft nicht angenommen wird oder Sie einen zweiten Zahlungsanbieter aufbauen möchten? Welche Lösung passt, hängt zunächst davon ab, wofür Sie Stripe bisher genutzt haben: Zahlungslinks, einen Checkout auf Ihrer Website oder wiederkehrende Abbuchungen für Abonnements.
Bei internationalen Unternehmen spielt außerdem die Firmenstruktur eine Rolle. Eine US-LLC, britische LTD oder estnische OÜ wird von Zahlungsanbietern nicht automatisch gleich behandelt. Auch der Wohnsitz der Eigentümer kann Einfluss darauf haben, welche Lösungen verfügbar sind.
In diesem Artikel erfahren Sie, welche Stripe Alternativen für unterschiedliche Geschäftsmodelle infrage kommen, welche Besonderheiten bei internationalen Firmen zu beachten sind und wie Bizkonto Sie bei der Vorbereitung einer passenden Zahlungs- und Kontolösung unterstützt.
Kurz beantwortet
Welche Alternativen zu Stripe gibt es?
Für klassische Zahlungslinks und Checkouts kommen unter anderem Rapyd, PayPal und ZEN infrage. Airwallex verbindet Zahlungsannahme mit weiteren Kontofunktionen, stellt bei US-Gesellschaften aber zusätzliche Anforderungen.
Für reine B2B-Zahlungen kann Payoneer interessant sein. Bei Software, Onlinekursen und digitalen Produkten kommen außerdem Merchant-of-Record- beziehungsweise Reseller-Lösungen wie FastSpring, Digistore24 oder CopeCart infrage.
Wird neben der Zahlungsannahme gleichzeitig ein neues Geschäftskonto benötigt, können auch Anbieter interessant sein, die Kontoverbindung und Merchant Services in einer Lösung verbinden.
Brauche ich für eine Stripe-Alternative ein neues Geschäftskonto?
Nicht unbedingt.
Kann der neue Zahlungsanbieter auf Ihr bestehendes Geschäftskonto auszahlen, muss die Bankverbindung nicht gewechselt werden.
Soll dagegen gleichzeitig das komplette Setup neu aufgebaut werden, kann eine Lösung sinnvoll sein, bei der Geschäftskonto und Zahlungsannahme miteinander verbunden sind.
Muss der Zahlungsanbieter im Gründungsland meiner Firma sitzen?
Nein.
Eine US-LLC kann auch eine europäische Konto- und Zahlungslösung oder eine Schweizer Lösung nutzen, sofern das jeweilige Institut die Gesellschaft und ihre Eigentümer akzeptiert und die benötigte Zahlungsannahme freigibt.
Je nach Anforderungen können deshalb Anbieter in Europa, der Schweiz, Asien oder den USA in die Suche einbezogen werden.
Welche Angaben sind für die Auswahl besonders wichtig?
Für eine erste Eingrenzung sollten fünf Punkte feststehen:
- Gesellschaft und Gründungsland,
- Wohnsitz der Eigentümer beziehungsweise Geschäftsführer,
- B2B- oder B2C-Kunden,
- benötigte Funktion – Zahlungslink, Checkout oder Abonnement,
- gewünschte Konto- beziehungsweise Anbieterjurisdiktion.
Damit lässt sich die Auswahl bereits deutlich eingrenzen.
Wofür haben Sie Stripe bisher genutzt?
Zahlungslinks für Rechnungen und einzelne Verkäufe
Sie erstellen einen Link über einen bestimmten Betrag und verschicken ihn per E-Mail, Messenger oder zusammen mit einer Rechnung. Der Kunde öffnet die Bezahlseite und bezahlt dort mit seiner Kredit- oder Debitkarte.
Für diesen Einsatz benötigen Sie Kartenzahlungslinks, aber nicht zwingend einen eigenen Onlineshop.
Rapyd ermöglicht beispielsweise Zahlungslinks für feste oder frei wählbare Beträge. Die Links können per E-Mail, WhatsApp, SMS oder zusammen mit Rechnungen verschickt werden.
Diese Lösung ist besonders für Beratungen, Agenturen und andere Dienstleister interessant, die einzelne Rechnungen abrechnen.
Checkout im Onlineshop oder auf der Website
Bei einem Checkout bezahlt der Kunde während des Bestellvorgangs.
Der neue Anbieter muss deshalb mit Ihrer Website oder Ihrem Shopsystem zusammenarbeiten. Benötigt werden unter anderem die eigentliche Kartenannahme und die Rückmeldung, ob eine Bestellung erfolgreich bezahlt wurde.
Rapyd bietet hierfür beispielsweise Hosted Checkout und Integrationen für verschiedene E-Commerce-Systeme.
Ein einfacher Zahlungslink kann einzelne Zahlungen abwickeln, ersetzt aber nicht automatisch eine bestehende Shop-Integration.
Abonnements und wiederkehrende Zahlungen
Bei Abonnements soll die hinterlegte Zahlungsmethode automatisch zu den vereinbarten Terminen belastet werden.
Dazu können unterschiedliche Tarife, Testphasen und erneute Zahlungsversuche nach einer fehlgeschlagenen Zahlung gehören.
Hier benötigen Sie eine Lösung für Recurring Payments beziehungsweise Subscriptions. Ein Link, den der Kunde jeden Monat erneut selbst öffnen muss, ersetzt diese Funktion nicht.
Zahlungsanbieter, EMI, Vollbank oder Merchant of Record?
Für die Auswahl gibt es im Wesentlichen vier Modelle:
| Modell | Aufgabe | Beispiele |
|---|---|---|
| Zahlungsanbieter | Verarbeitet Kundenkartenzahlungen über Zahlungslinks oder Checkout. | Rapyd, PayPal, Payoneer |
| EMI / Finanzplattform | Verbindet Kontofunktionen mit einer zusätzlichen Zahlungsannahme. | ZEN, Airwallex |
| Bank oder Finanzinstitut mit Merchant Services | Geschäftskonto plus zusätzliche Zahlungsdienste. | Chase als Vollbank; Bivial als Schweizer Finanzinstitut |
| Merchant of Record / Reseller | Übernimmt gegenüber dem Endkunden zusätzlich den Verkauf und die dazugehörige Zahlungs- und Umsatzsteuerabwicklung. | FastSpring, Digistore24, CopeCart |
Welche Variante passt, hängt von Ihrem Geschäftsmodell und den Funktionen ab, die Stripe bisher übernommen hat. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen.
Stripe Alternativen im Vergleich
| Anbieter | Modell | Wofür geeignet und was ist zu beachten? |
|---|---|---|
| Rapyd | Zahlungsanbieter | Zahlungslinks und Hosted Checkout. Links können für feste oder variable Beträge erstellt und per E-Mail, WhatsApp oder Rechnung verschickt werden. Zusätzlich stehen Shop-Integrationen und internationale Zahlungsmethoden zur Verfügung. |
| PayPal Business | Zahlungsanbieter | Zahlungslinks, Checkout und Abonnements. Für die US-Anmeldung: Beauftragten benennen sowie dessen physische Wohnadresse und die Geschäftsadresse nachweisen. |
| Payoneer | B2B-Zahlungsanbieter | Kunden können Zahlungsanforderungen unter anderem per Karte oder Überweisung begleichen. Die Zahlungsanforderung ist für B2B-Zahlungen vorgesehen und nicht für Privatkundenzahlungen oder als klassischer Onlineshop-Checkout. |
| Airwallex | Finanzplattform mit Zahlungsannahme | Zahlungslinks und Online-Zahlungen. Für US-Gesellschaften verlangt Airwallex zur Aktivierung von Kartenzahlungen mindestens eine mit dem Unternehmen verbundene US-Person. Beim Plattform-Onboarding über Connected Accounts ist für diese Person eine SSN oder ITIN erforderlich. Die EIN der LLC ersetzt diese persönliche Nummer nicht. |
| ZEN | EMI mit Merchant-Lösung | Payment Links auch ohne eigenen Onlineshop. Die Funktion wird über den Merchant-Bereich bereitgestellt. |
| FastSpring | Merchant of Record | Für Software, SaaS, Games und digitale Produkte. FastSpring übernimmt als Merchant of Record die Zahlungsabwicklung und die Umsatz- beziehungsweise Verkaufssteuerabwicklung der über die Plattform getätigten Verkäufe. |
| Digistore24 | Merchant of Record | Besonders für digitale Produkte, Kurse, Coaching und Affiliate-Vertrieb. Digistore24 übernimmt unter anderem Zahlungsabwicklung, Rechnungsstellung, Umsatz- beziehungsweise Verkaufssteuern und Rückerstattungen. Ein eigenes Stripe-Konto ist dafür nicht erforderlich. |
| CopeCart | Reseller / Verkaufsplattform | Geeignet für digitale Produkte, Dienstleistungen, Kurse und Abonnements. Bei CopeCart Pro wird Stripe für die KYC-Verifizierung eingesetzt. Eine frühere Stripe-Sperrung oder Ablehnung der LLC sollte deshalb vor der Anmeldung mit CopeCart geklärt werden; sie bedeutet nicht automatisch eine Ablehnung bei CopeCart. |
| Chase – USA | Vollbank mit Merchant Services | Geschäftskonto und Kartenannahme können über Chase kombiniert werden. Über QuickAccept stehen unter anderem Payment Links und weitere Kartenfunktionen zur Verfügung. Die Zahlungsdienste werden zusätzlich zum Geschäftskonto freigeschaltet. |
| Bivial – Schweiz | Schweizer Finanzinstitut mit Merchant-Lösung | Kartenannahme und internationale Zahlungsabwicklung in Verbindung mit Schweizer Multi-Currency-Konten. Bivial bietet eigene Merchant Accounts und Konten unter anderem in EUR, USD, GBP und CHF. |
Welche Voraussetzungen entscheiden bei einer US-LLC?
Bei einer US-LLC wird nicht nur geprüft, ob die Gesellschaft formal in den USA gegründet wurde.
Für die Zahlungsannahme können insbesondere folgende Punkte entscheidend sein:
Wohnsitz der Eigentümer und Geschäftsführer
Ein Eigentümer mit Wohnsitz in Deutschland oder Spanien kann anders behandelt werden als eine Person mit US-Wohnsitz.
Einige Anbieter akzeptieren internationale Eigentümer, andere verlangen für bestimmte Zahlungsprodukte zusätzlich eine Person mit US-Bezug.
Persönliche Steueridentifikation
Die EIN gehört zur LLC.
Verlangt ein Anbieter zusätzlich eine SSN oder ITIN einer natürlichen Person, reicht die EIN deshalb nicht aus.
Airwallex ist hierfür ein konkretes Beispiel: Für US-Gesellschaften muss für die Kartenannahme mindestens eine mit dem Unternehmen verbundene US-Person angegeben werden. Beim Plattform-Onboarding über Connected Accounts ist für diese Person eine SSN oder ITIN erforderlich.
Geschäftstätigkeit
Der Anbieter prüft auch, womit Ihr Unternehmen Geld verdient.
Eine klassische Unternehmensberatung, ein SaaS-Anbieter, ein Coach und ein Unternehmen aus einer stärker regulierten Branche können unterschiedliche Aufnahmebedingungen haben.
Die Beschreibung der Tätigkeit sollte deshalb zur Website, zu Rechnungen und zum tatsächlichen Geschäftsmodell passen.
B2B oder B2C
Auch die Kundengruppe kann die Auswahl einschränken.
Payoneer ist beispielsweise mit seiner Zahlungsanforderung auf Zahlungen zwischen Unternehmen ausgerichtet. Wer zusätzlich Privatkunden abrechnet, benötigt daher eine andere beziehungsweise zusätzliche Lösung.
Zahlungsvolumen und typische Transaktionen
Auch monatliches Volumen und durchschnittliche Zahlungshöhe gehören zur Anbieterprüfung.
Ein Dienstleister mit zehn Zahlungen à 1.000 Euro hat ein anderes Zahlungsprofil als ein Onlineshop mit mehreren Tausend kleinen Kartenzahlungen.
Digitale Produkte: FastSpring, Digistore24 oder CopeCart
Für digitale Produkte kann ein Merchant-of-Record- oder Reseller-Modell interessanter sein als ein klassischer Zahlungsanbieter.
Dabei übernimmt die Plattform nicht nur die technische Kartenzahlung, sondern tritt gegenüber dem Kunden selbst als Verkäufer auf.
FastSpring
FastSpring richtet sich insbesondere an Software, SaaS, Games und digitale Produkte.
Als Merchant of Record übernimmt FastSpring unter anderem Zahlungsabwicklung, Rechnungsstellung und die Abwicklung indirekter Steuern für die über die Plattform verkauften Produkte.
Digistore24
Digistore24 verfolgt ebenfalls ein Merchant-of-Record-Modell.
Das ist insbesondere für digitale Produkte, Onlinekurse und Geschäftsmodelle mit Affiliate-Vertrieb interessant. Digistore24 übernimmt unter anderem Zahlungsabwicklung, Rechnungsstellung, Rückerstattungen und die entsprechenden Umsatz- beziehungsweise Verkaufssteuerprozesse.
Für Unternehmen, die nach einer Stripe-Sperrung bewusst eine Lösung ohne eigenes Stripe-Konto suchen, ist das ein wichtiger Unterschied.
CopeCart
CopeCart tritt gegenüber dem Käufer als Reseller auf und unterstützt unter anderem digitale Produkte, Dienstleistungen und Abonnements.
CopeCart Pro nutzt Stripe für die Verifizierung der Gesellschaft. Eine frühere Ablehnung durch Stripe sollte deshalb vor der Anmeldung mit CopeCart besprochen werden. Sie führt nicht automatisch zu einer CopeCart-Sperre.
CopeCart ist damit funktional eine mögliche Alternative zu einem eigenen Stripe-Checkout. Ob Ihre Gesellschaft aufgenommen werden kann, sollte vor einer vollständigen Umstellung geklärt sein.
Welche Lösungen funktionieren nach einer Stripe-Sperrung wirklich unabhängig?
Bei der Suche nach einer Stripe-Alternative erscheinen auch Anbieter, die zwar eine eigene Checkout-Oberfläche anbieten, die Zahlung im Hintergrund aber weiterhin über Ihr Stripe-Konto verarbeiten.
Tally ist dafür ein Beispiel.
Mit Tally können Zahlungsformulare erstellt werden. Für die Zahlungsfunktion muss jedoch ein eigenes Stripe-Konto verbunden werden.
Ist genau dieses Stripe-Konto gesperrt, löst Tally das Problem deshalb nicht.
Auch bei Plattformen wie CopeCart lohnt sich eine genauere Prüfung. Dort wird nicht einfach Ihr bisheriges Stripe-Konto als Checkout verwendet; bei CopeCart Pro erfolgt die Verifizierung jedoch durch Stripe.
Nach einer Stripe-Sperrung sollte deshalb geklärt werden, ob Sie beim neuen Anbieter Ihr bisheriges Stripe-Konto benötigen oder ob Stripe an der neuen Zahlungsabwicklung beziehungsweise Verifizierung beteiligt ist.
Wie Bizkonto die passende Lösung auswählt und den Antrag begleitet
Bizkonto unterstützt internationale Unternehmen bei der Vorbereitung und Eröffnung von Geschäftskonten und arbeitet dabei mit unterschiedlichen Banken und Zahlungsinstituten zusammen.
Bei einer Stripe-Alternative nehmen wir zusätzlich auf, welche Zahlungsfunktionen ersetzt werden müssen und wie die zukünftige Konto- und Zahlungsstruktur aussehen soll.
Entscheidend ist nicht ein bestimmter Anbieter, sondern eine Lösung, die zur Gesellschaft und zum tatsächlichen Zahlungsverkehr passt.
Schritt 1: Ausgangslage und Anforderungen aufnehmen
Im kostenfreien Erstgespräch klären wir unter anderem:
- Gesellschaft und Gründungsland,
- Wohnsitze der Eigentümer,
- Geschäftstätigkeit,
- B2B- oder B2C-Kunden,
- vorhandene Geschäftskonten,
- monatliches Zahlungsvolumen,
- benötigte Währungen,
- Zahlungslinks, Checkout oder Abonnements,
- Hintergrund des gewünschten Anbieterwechsels.
Bei einer Stripe-Sperrung berücksichtigen wir auch die vorhandene Mitteilung von Stripe.
Schritt 2: Anbieter und Jurisdiktion eingrenzen
Anschließend gleichen wir die Anforderungen mit den infrage kommenden Lösungen ab.
Dabei berücksichtigen wir auch, wo Sie Ihre Konto- und Zahlungsstruktur aufbauen möchten.
Je nach Unternehmen kann eine Lösung in Europa, der Schweiz, Asien oder den USA infrage kommen. Ebenso kann eine Kombination verschiedener Jurisdiktionen sinnvoll sein – beispielsweise eine US-Bankverbindung für USD und eine europäische Kontoverbindung für EUR und SEPA.
Ein bestehendes Geschäftskonto wird berücksichtigt, sofern es für die gewünschte Zahlungsstruktur weiterverwendet werden kann.
Schritt 3: Geeignete Institute abstimmen
Bizkonto verfügt über Kontakte zu verschiedenen Banken und Zahlungsinstituten.
Wir bereiten die Firmenstruktur und den benötigten Zahlungsablauf auf und können die Konstellation mit passenden Ansprechpartnern abstimmen. So lassen sich wichtige Voraussetzungen möglichst vor der eigentlichen Antragstellung klären.
Anschließend besprechen wir mit Ihnen die verfügbaren Möglichkeiten.
Schritt 4: Unterlagen vorbereiten und Antrag begleiten
Je nach Institut werden beispielsweise benötigt:
- Gründungsunterlagen,
- Nachweis der Eigentümerstruktur,
- Identifikationsdokumente,
- Wohn- und Geschäftsadressen,
- Steueridentifikationen,
- Beschreibung der Geschäftstätigkeit,
- erwartete Transaktionen und Volumina.
Eine Übersicht finden Sie in unserer Checkliste für die Geschäftskontoeröffnung.
Bizkonto unterstützt bei der Vorbereitung und administrativen Einreichung und begleitet Rückfragen während der Prüfung.
Die Entscheidung über die Kontoeröffnung beziehungsweise Freigabe der Zahlungsannahme trifft das jeweilige Institut.
Schritt 5: Konto und Zahlungsfunktionen sind eingerichtet
Nach erfolgreicher Freigabe stellt der Anbieter die vereinbarten Konto- und Zahlungsfunktionen bereit.
Bizkonto steht auch anschließend bei administrativen Fragen zur Verfügung.
Die technische Integration eines Shop-Checkouts oder einer Abonnementlösung erfolgt durch Sie beziehungsweise Ihren technischen Dienstleister.
Fazit: Ein gesperrtes Stripe-Konto ist kein Weltuntergang
Ein gesperrtes Stripe-Konto ist kein Weltuntergang. Es gibt für viele Geschäftsmodelle mehrere Alternativen – allerdings nicht immer dieselben.
Wenn Sie Stripe hauptsächlich für Zahlungslinks und einzelne Rechnungen genutzt haben, kommen beispielsweise Rapyd, PayPal oder ZEN infrage.
Bei einem reinen B2B-Geschäft kann auch Payoneer eine Lösung sein. Werden zusätzlich Privatkunden abgerechnet, muss der Anbieter dagegen B2C-Zahlungen unterstützen.
Für Software, SaaS und digitale Produkte können Merchant-of-Record-Anbieter wie FastSpring oder Digistore24 einen größeren Teil der bisherigen Zahlungsabwicklung übernehmen. Bei Coaches, Kursanbietern und digitalen Unternehmern kann auch CopeCart interessant sein; bei CopeCart Pro sollte die Stripe-basierte Verifizierung bei einer vorherigen Stripe-Ablehnung berücksichtigt werden.
Soll gleichzeitig das komplette Setup neu aufgebaut werden und benötigen Sie neben der Zahlungsannahme auch ein neues Geschäftskonto, können Anbieter interessant sein, die beide Bereiche miteinander verbinden. Dazu gehören Banken mit eigenen Merchant Services oder Finanzinstitute mit integrierter Zahlungsannahme.
Bei internationalen Firmen entscheiden auch die Aufnahmebedingungen: Firmenland, Eigentümerwohnsitz, Geschäftstätigkeit, Kundengruppe und vorhandene persönliche Identifikationen können die Auswahl verändern.
Genau deshalb gibt es nicht die eine beste Stripe-Alternative für jede Firma.
Bizkonto analysiert Ihre Anforderungen, grenzt geeignete Konto- und Zahlungsmodelle ein, stimmt die Vorbereitung mit passenden Ansprechpartnern ab und begleitet die Kontoanfrage während des Eröffnungsprozesses.
Häufige Fragen
Was ist die beste Alternative zu Stripe?
Eine allgemeingültig beste Stripe-Alternative gibt es nicht.
Für Zahlungslinks kommen beispielsweise Rapyd, PayPal oder ZEN infrage. Unternehmen mit ausschließlich gewerblichen Kunden können auch die Zahlungsanforderung von Payoneer prüfen. Für Software, SaaS und digitale Produkte sind Merchant-of-Record-Lösungen wie FastSpring oder Digistore24 eine weitere Möglichkeit.
Bei einer internationalen Gesellschaft muss zusätzlich geprüft werden, ob der Anbieter die konkrete Firmenstruktur akzeptiert.
Welche Stripe-Alternative eignet sich für Zahlungslinks?
Rapyd, PayPal und ZEN bieten Zahlungslinks beziehungsweise gehostete Bezahlseiten an.
Damit können Kunden per Karte bezahlen, ohne dass dafür zwingend ein vollständiger Onlineshop eingerichtet werden muss.
Was kann ich tun, wenn Stripe mein Konto gesperrt hat?
Prüfen Sie zunächst die Mitteilung in Ihrem Stripe-Konto: Werden zusätzliche Unterlagen verlangt oder wurde die Geschäftsbeziehung beendet?
Ist ein Wechsel erforderlich, sollten Sie festhalten, welche Funktionen ersetzt werden müssen: Zahlungslinks, Checkout, Abonnements oder mehrere davon.
Danach kann gezielt nach einem Anbieter gesucht werden, der Ihre Gesellschaft und Ihr Geschäftsmodell akzeptiert.
Welche Stripe-Alternative eignet sich für eine US-LLC?
Das hängt insbesondere vom Wohnsitz der Eigentümer, der Geschäftstätigkeit, der Kundengruppe und der benötigten Zahlungsfunktion ab.
Einige Anbieter stellen bei US-Gesellschaften zusätzliche Anforderungen. Airwallex verlangt beispielsweise für die Kartenannahme mindestens eine mit dem Unternehmen verbundene US-Person mit entsprechender persönlicher Identifikation.
Welche Stripe-Alternativen funktionieren ohne eigenes Stripe-Konto?
Rapyd, PayPal, FastSpring und Digistore24 benötigen für ihre jeweilige Zahlungsabwicklung kein eigenes Stripe-Konto Ihres Unternehmens.
Bei Tally ist das anders: Für Zahlungsformulare muss ein eigenes Stripe-Konto verbunden werden.
CopeCart Pro verwendet nicht einfach Ihr bisheriges Stripe-Konto als Checkout, setzt Stripe aber für die Verifizierung ein.
Welche Stripe-Alternative eignet sich für Abonnements?
Für wiederkehrende Zahlungen benötigen Sie eine Lösung, die automatische Abbuchungen beziehungsweise Subscriptions unterstützt.
Je nach Geschäftsmodell kommen klassische Zahlungsanbieter oder bei digitalen Produkten Merchant-of-Record- beziehungsweise Reseller-Lösungen wie FastSpring, Digistore24 oder CopeCart infrage.
Gibt es Stripe-Alternativen für deutsche Unternehmen?
Ja.
Deutsche Unternehmen können sowohl internationale Zahlungsanbieter als auch europäische Zahlungs- und Verkaufsplattformen nutzen. Für digitale Produkte und Onlinekurse ist beispielsweise Digistore24 relevant.
Welche Lösung passt, hängt von Geschäftsmodell, Kundengruppe, benötigten Zahlungsarten und vorhandener Gesellschaftsstruktur ab.